Wenn man ein junges Pferd anfängt, (oder wenn man ein Pferd reitet) sind meiner Meinung nach die beiden wichtigsten und einflussreichsten Teile des Sattels und des Gebisses. Der Sattel ist aus offensichtlichen Gründen wichtig, aber der Sattel scheint oft als ein ebenso wichtiges Ausrüstungsteil übersehen zu werden. Das Gebiss ist eines der primären Kommunikationsmittel mit Ihrem Pferd in seinen frühen Jahren, und während der Reiter immer auf den primären Gebrauch von Beinen und Sitz hinarbeitet, wird es bei Pferden als flugfähige Kreaturen immer Gelegenheiten geben, bei denen das Gebiss eine wichtige Rolle spielt!

Die Auswahl der ersten Gebisse kann die gesamte Reitkarriere des Pferdes prägen, eine schlechte Erfahrung am Anfang kann eine lebenslange Resistenz aufbauen. Einige Pferde sind empfindlicher als andere, und während ein Pferd in einem ungeeigneten Gebiss geritten wird und es ohne Konsequenzen toleriert, kann ein anderes, empfindlicheres Pferd länger brauchen, um Probleme zu lösen, die durch ein schlecht passendes oder gewähltes Gebiss verursacht wurden. Das allererste Gebiss, das Sie Ihrem Pferd ins Maul stecken, sollte harmlos und warm sein. Es sollte auch idealerweise keine großen Ringe haben oder von einem Wangenstil sein, der das Pferd leicht fangen oder verletzen könnte, da sein erster Instinkt sein kann, zu versuchen, sein Maul an allem zu reiben, was er kann, um den beleidigenden Artikel zu entfernen! Ein geeignetes Gebiss wäre z.B. eine Nylontrense mit losem Ring. Es ist preisgünstig in der Anschaffung, mit einem Nylon-Maul, damit es warm ist und einem Muli-Maul, damit es bequem ist, ohne bewegliche Teile, die das Pferd kneifen oder erschrecken könnten. Die Ringe sind auch sehr klein und ordentlich, so dass die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich verfangen, minimal ist.

Der nächste Schritt ist die Wahl des Gebisses als erstes Gebiss zum Zurücksetzen und Wegreiten. Die Nylontrense ist für diesen Zweck nicht geeignet, da das Mundstück nicht verstärkt ist und die kleinen Ringe sich durch das Maul des Pferdes ziehen können, wenn man um eine Drehung bittet. Ich würde immer die Verwendung eines Doppelgelenkbits empfehlen, das nicht die Nussknackwirkung eines Einzelgelenks hat, das die Stäbe und Lippen ebenso wie die Palette kneifen kann – keine angenehme erste Erfahrung! Ein Doppelgelenk liegt sauber im Maul des Pferdes und lässt Platz für die Zunge des Pferdes, was den Pferden ein Gefühl der Freiheit und nicht der Einschränkung gibt. Dieses Mundstück sollte nicht zu dick sein – ein dickes Stück ist nicht so freundlich, wie man meinen würde, der einzige Vorteil ist eine größere Auflagefläche. Dies wird dadurch ausgeglichen, dass sie nicht genug Platz für die Zunge lassen und oft können sie für die Entstehung von Lippenspalten verantwortlich sein – besonders bei jungen zarten Lippen. Kunststoffmundstücke haben auch die Angewohnheit, Reibungsverbrennungen zu verursachen, wenn das Pferd reißt oder das Gebiss schnell durch das Pferdemaul gezogen wird – eine deutliche Möglichkeit bei einem Jungtier!

Schließlich ist die Auswahl der Wangen weniger offensichtlich, da sie zum Teil vom Können des Reiters abhängig ist. Ein loser Ring ist ideal, da er viel Sensibilität und Bewegung bietet, was eine gute Kommunikation ermöglicht, aber das kann gegen Sie arbeiten, wenn Sie unerfahren sind und weniger stabile Hände haben. Das Pferd wird in diesem Fall jede kleine Vibration über den Zügel spüren und könnte eher aufgeregt als entspannt werden. Eine volle Wange ist eine gute Wahl für einen Reitanfänger/ein junges Pferd, da sie das Pferd durch Druck auf die Wange zum Drehen ermutigt, wenn sich das Pferd nicht mit sanftem Druck auf den Zügel dreht, und der solide Stil der Wange weniger empfindlich auf die Bewegung des Reiters reagiert. Für einen erfahreneren Fahrer kann ein Fulmer verwendet werden, da Sie den Vorteil des losen Rings für eine feinere Kommunikation haben, wenn das Lenken noch ein Problem ist.

Beispiele für Gebisse, die ich empfehlen würde, sind die French Link oder die Rautentrense, aber ich mag besonders die Sprenger KK ultra Gebisse, da sie unter Berücksichtigung der Anatomie des Pferdes mit einem patentierten Material namens Aurigan für das Mundstück entwickelt wurden. Dieses Metall verbessert die Schmackhaftigkeit und die Mundeigenschaften des Gebisses erheblich. Sie haben auch eine abgewinkelte Raute, die so gestaltet ist, dass sie perfekt auf der Zunge des Pferdes sitzt, um eine optimale Kommunikation zu ermöglichen und gleichzeitig das Pferd entspannt und aufmerksam zu halten. Es muss jedoch bedacht werden, dass jedes Pferd ein Individuum ist, und dass Körperbau und Temperament eine große Rolle spielen, um das für Ihr Pferd am besten geeignete Gebiss zu finden.